Wasserstoff als Baustein der Energiezukunft

FDP-Fachgruppe Bau und Umwelt diskutiert die Chancen und Herausforderungen einer sicheren Energieversorgung

Wasserstoff, Energiespeicherung und Versorgungssicherheit standen im Zentrum der Energietagung der Fachgruppe Bau und Umwelt der FDP vom 4. Juni 2026. Rund 50 Teilnehmende diskutierten unter der Leitung von Kantonsrätin Isabel Schorer in der Wasserstoffproduktion Ostschweiz AG in St.Gallen über die Energiezukunft der Schweiz. Einblicke in aktuelle Entwicklungen gaben Martin Osterwalder, Co-CEO der Osterwalder Gruppe, und Prof. Dr. Markus Friedl, Leiter des Instituts für Energietechnik der OST. Die anschliessende Podiumsdiskussion mit Christof Züger, CEO der Züger Frischkäse AG, sowie Andreas Bolliger, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Ganeos, zeigte die Chancen und Herausforderungen einer sicheren Energieversorgung auf.

Rund 50 Personen folgten der Einladung der Fachgruppe Bau und Umwelt der FDP Kanton St.Gallen zur Energietagung vom 4. Juni 2026 in der Wasserstoffproduktion Ostschweiz AG in St.Gallen. Unter der Leitung von Kantonsrätin Isabel Schorer erhielten die Teilnehmenden Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um Wasserstoff, Energiespeicherung und die langfristige Energieversorgung der Schweiz. Martin Osterwalder zeigte in seinem Referat die Herausforderungen der Schweizer Energieversorgung auf. Die Energiestrategie 2050 und der schrittweise Ausstieg aus der Kernenergie stellen Wirtschaft und Gesellschaft vor anspruchsvolle Aufgaben. Deutlich wurde, dass die zukünftige Energieversorgung nicht auf einer einzelnen Technologie beruhen wird. Neben der Elektrifizierung werden auch E-Fuels und Wasserstoff eine wichtige Rolle spielen.

Vom Stromüberschuss zum Energiespeicher

Prof. Dr. Markus Friedl beleuchtete die Rolle von Wasserstoff aus wissenschaftlicher Sicht. Er zeigte auf, wie überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien für die Wasserstoffproduktion genutzt und langfristig gespeichert werden kann. Wasserstoff ermöglicht damit die Verbindung verschiedener Energiesektoren und trägt zur Stabilisierung der Energieversorgung bei. Zudem stellte Friedl das Projekt H2-Lab vor. Im Rahmen dieses Projekts bauen zwölf Partner aus vier Ländern im Raum Bodensee-Alpenrhein ein regionales Wasserstoff-Ökosystem auf. Ziel ist es, die Region an eine zukünftige europäische Wasserstoffinfrastruktur anzubinden.

Energiezukunft braucht Zusammenarbeit

Im Anschluss diskutierten Martin Osterwalder und Prof. Dr. Markus Friedl gemeinsam mit Kantonsrat Christof Züger sowie Andreas Bolliger über die Chancen und Herausforderungen einer sicheren Energieversorgung. Die Podiumsdiskussion wurde von Andreas Kunz, Vizepräsident der Umweltfreisinnigen, moderiert. Dabei wurde deutlich, dass Wasserstoff künftig einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung leisten kann. Gleichzeitig erfordert der Aufbau einer leistungsfähigen Infrastruktur langfristige Investitionen, verlässliche Rahmenbedingungen und eine enge Zusammenarbeit von Wirtschaft, Forschung und Politik. Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer zudem, dass die Schweiz bei der Energieversorgung auf eine starke internationale Vernetzung angewiesen bleibt. Für die FDP St.Gallen ist klar: Eine sichere, nachhaltige und wirtschaftliche Energieversorgung gelingt nur mit Technologieoffenheit, Innovation und unternehmerischem Engagement.

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